Allgemeines


Der Eisprung bei der Katze wird erst nach mehrmaligen Kopulationen ausgelöst (ca. 24-30 Std. danach), sie hat einen sog. "induzierten" Eisprung. Die Befruchtung findet erst 2-3 Tage nach der Paarung statt.

 Katzen haben keine Periode, sie werden "rollig".

Die Rolligkeit ist nach erfolgtem Deckakt nicht beendet, sie dauert noch ca. 3 Tage an und kann sich sogar über die gesamte Trächtigkeitsdauer erstrecken.

Eine Kätzin kann von mehreren Katern gedeckt werden, was zu unterschiedlich entwickeltem Nachwuchs führen kann.

Nach einer Geburt tritt keine zwangsläufige Ruhephase ein, die Katze kann kurz darauf wieder rollig werden.

Katzen werden kastriert, und nicht sterilisiert. Bei einer Sterilisation werden nur die Eileiter durchtrennt und der Geschlechtstrieb bleibt erhalten. Die Katze wird weiterhin rollig. Bei der Kastration jedoch werden die Eierstöcke und manchmal auch ein Teil der Gebärmutter bzw. die komplette Gebärmutter entfernt.

Dreifarbige Kater (mit rot wie bei den "Glückskatzen") sind sehr selten und fast immer zeugungsunfähig. Zu den seltenen Farbschlägen gehören auch rote und cremefarbene Katzen.

Frisch kastrierte Kater sind noch eine Zeitlang zeugungsfähig aufgrund verbleibender Samenzellen im Samenleiter und haben schon oft überraschend für Nachwuchs gesorgt.

Geschlechtsreife Kater bekommen einen sog. "Fettschwanz", d.h. die Talgdrüse, die an der Schwanzwurzel sitzt, produziert zu viel Talg und der Schwanz wird fettig. Auch geschlechtsreife Katzen können einen Fettschwanz bekommen.

 


Katzensprache

 

Verhalten

Nasenstüber

Stupst die Katze Dich mit der Nase an oder leckt sie vorsichtig an Deiner, bedeutet das: Ich mag Dich!


Ohrenanlegen und Schwanzschlagen

Katzen, die in geduckter Haltung die Ohren anlegen und hektisch mit dem Schwanz schlagen, warnen: Finger weg, ich bin gereizt!


Köpfchen geben

Wenn der Stubentiger Kopf-an-Kopf-Kontakt sucht, ist das seine Art, Dich zu begrüßen. Er will damit sagen: Hallo, schön, dass Du wieder da bist, willkommen.


Reiben

Wenn die Katze an den Beinen entlang streicht, erst mit dem Kopf, dann mit den Flanken und mit dem Schwanz, markiert sie Dich mit ihren eigenen Gerüchen und nimmt gleichzeitig die vertrauten Gerüche von Dir auf.


Um die Beine schnurren

Eine Katze, die sich – gerade zur Fressenzeit – laut schnurrend an den Beinen des Besitzers reibt, fragt: Wann gibt's was zu futtern?


Aufforderung

Legt die Katze Dir ein Spielzeug vor die Füße und tippt es mit den Pfoten an, heißt das: Komm, spiel mit mir!


Anspringen

Aufforderung zum Spiel; Ärger; Abreagieren des Jagdinstinkts


Beschnuppern

Kennenlernen


Putzattacke

Wenn die Katze auf einmal ganz hektisch anfängt, sich zu putzen, schämt sie sich, weil sie etwas ausgefressen hat, versucht abzulenken. Das heißt: Oh, das ist mir echt peinlich!


Katzenbuckel und gesträubte Haare

Eine Mieze, die sich durch einen Buckel und gesträubtes Fell größer macht, will imponieren.


Rückenansicht

Legt sich die Katze Dir mit zugewandten Rücken zu, sucht sie zwar Ruhe, aber auch Deine Nähe. Sie sagt: Ich vertraue Dir, hüte bitte meinen Schlaf.


D
emonstratives Krallenschärfen

Heißt: Seht her, ich bin der Größte!


Auf den Rücken rollen

Die Katze fühlt sich sehr wohl; der Mensch soll den Bauch kraulen; der Sexualpartner soll in Stimmung kommen


Lecken

Liebkosung

 


Verschiedene Laute der Katzen

Schnurren

Schnurrt die Mieze hat sie entweder gute Laune und ist zufrieden oder im Gegenteil, sie ist krank und schnurrt, um sich zu beruhigen. Manchmal schnurren Samtpfoten auch, wenn sie Angst haben oder aus Berechnung, wenn der Dosi die Schüsseln füllen soll.


Bellen oder Keckern

Gibt sie diese Geräusche von sich, hat sie ein Insekt oder einen Vogel entdeckt und versucht, das Tierchen zu fangen.


Fauchen oder Spucken

Die Katze ist sauer, der Feind soll sofort verschwinden


Helles Maua

Ein knappes, helles Maua mit gleichzeitig aufgerichtetem Schwanz bedeutet: Komm, ich will Dir etwas zeigen


Gurren

Gurren Katzen wie Tauben, finden sie etwas ganz aufregend und toll. Meist gurren sie beim Spielen und Toben


Mau

Ein enttäuscht oder bittend klingendes Mau kann bedeuten: Mensch, beachte mich, ich will was von dir!


Tiefes Maunzen

Maunzt die Katze ganz tief und kehlig, muss sie dringend auf Katzentöpfchen oder sucht nach Dir, um Dir zu zeigen, dass sie etwas ganz tolles entdeckt hat.


Maunzen, mehrmals hintereinander

so plaudert die Katze entspannt mit ihrem Menschen; herumgemaunzt wird aber auch aus Langeweile oder Verdruss; Maunzen kann Nörgelei sein oder leise Zustimmung; außerdem maunzt die Katze, um dem Menschen etwas abzubetteln


kurzes Maunzen

Ein kurzes Maunzen ist meist die Begrüßung verbunden mit dem Kopf reiben an den Beinen

 


Signale, die der Katzenschwanz zeigt

Schwanz hat Form eines Fragezeichens

Der Stubentiger befindet sich in übermütiger Spiellaune


Hochgestreckter Schwanz

zeigt meist Freude (z.B. wenn die Katze mit hochgestrecktem Schwanz auf ihren Menschen zugeht) Hochstrecken kann aber auch größte Wut bedeuten z.B. beim Kampf


Katzenschwanz hängt einfach herunter

Die Katze befindet sich in ausgeglichener normaler Stimmung


Schwanz wird ruckartig hin- und herbewegt

Die Katze ist erregt - egal, ob ein positiver oder ein negativer Grund dafür vorliegt


Schwanz peitscht von einer Seite zur anderen

Die Katze ist sehr verärgert - schnellt der Schwanz plötzlich hoch, greift das Tier unter Umständen im selben Moment an


Schwanz nur an der Wurzel hochgezogen; Spitze zuckt erregt

Die Katze befindet sich in Drohstellung

 


Signale von Augen, Ohren und Gesicht

Die Augen sind halb geöffnet, die Ohren in Normalstellung

Der Stubentiger ist völlig entspannt


Die Ohrmuscheln sind nach vorn gedreht die Augen sind weit geöffnet

Die Katze zeigt höchste Aufmerksamkeit - mit derselben Ohrstellung geht die Katze auch zum Angriff über (Körper ist dann allerdings in Drohhaltung)


Ohrmuscheln drehen sich leicht nach außen

Irgendetwas erregt den Unmut der Katze


Ein gestelltes und ein angelegtes Ohr

Die Katze ist unsicher, fühlt sich nicht wohl in ihrer Haut und kämpft noch um die richtige Entscheidung


Flach zur Seite gelegte Ohren

Die Katze fühlt sich sehr unwohl, hat eventuell Angst und befindet sich in einer leichten Abwehrbereitschaft


Ohren leicht nach hinten gelegt und Ohrmuscheln stark seitlich gedreht

Die Katze ist trotz Angst sofort zur Abwehr bereit Fauchen und


Fauchen und flach an den Kopf gepresste Ohren

Die Katze wehrt in höchster Not einen Angreifer ab


Stirnrunzeln

Die Katze drückt Verwunderung oder auch Missmut aus


Die Pupillen sind ganz groß

Der Stubentiger befindet sich in einem Augenblick der Liebe, Wut oder Angst

 


Flehmen

Die Katze sitzt regungslos da, der Kopf ist leicht erhoben, das Maul ist leicht geöffnet und die Mundwinkel ein bisschen zurückgezogen. Die Nasenlöcher sind geweitet. Der Gesichtsausdruck der Katze wirkt irgendwie „dümmlich“. Diese Mimik nennt man Flehmen. Hat die Katze einen Geruch ganz besonderer Art aufgenommen, dann behält sie diesen Gesichtsausdruck mehrere Sekunden bei und verharrt fast regungslos. Erst wenn die Wahrnehmung zu Ende ist, löst sich die starre Haltung wieder und sie leckt sich einmal kurz die Lippen. Die Katze verfügt über ein zweites Geruchsorgan, das Jacobson`sche Organ. Es liegt im Gaumenbereich und ist für die Geruchs- und auch Geschmacksaufnahme verantwortlich. Eine Katze flehmt dann, wenn sie Düfte wahrnimmt, die sie besonders erregen. Die Grimasse hilft ihr die Gerüche durch das Jacobson`sche Organ aufzunehmen und zu verarbeiten.


Schnattern

Wenn die Katze ein für sie unerreichbares Beuteobjekt entdeckt (z.B. eine Fliege an der Decke oder ein Vogel vorm Fenster), beginnt die durch schnelles Auf- und Abbewegen des Kiefers mit den Zähnen zu klappern. Es entsteht ein schnatterndes oder meckerndes Geräusch. Der Laut ist eine Art Übersprungshandlung. Die Katze führt automatisch Bewegungen wie beim Beutefang aus. Schnattern ist eine völlig unbewusst und unwillkürlich ablaufende Handlung, die nur durch den Anblick des nahen Beutetieres ausgelöst wird.


Treteln

Beim Treteln vollzieht die Katze leichte Trampelbewegungen mit gespreizten Pfoten, wobei die Krallen abwechseln ein- und ausgefahren werden. Kleine Katzenkinder treteln bei der Mutter und bearbeiten damit das Gesäuge, um den Milchfluss anzuregen. Auch viele ältere Katzen treteln und suchen sich dafür meist ihre menschliche Bezugsperson aus. Eine Katze tretelt in Situationen, in denen sie sich rundum wohl fühlt. Es ist für den Menschen ein großer Liebesbeweis durch die Katze, der allerdings recht schmerzhaft sein kann.