Impfungen etc.


Die gesunde Katze hat eine Temperatur von ca. 38° C,
einen Puls von ca. 130 Schlägen pro Minute und
ca. 25 Atemzüge in der Minute.

Heute gibt es gegen viele Infektionskrankheiten wirksame Impfstoffe. Die meisten Impfungen müssen jährlich aufgefrischt werden, damit der Impfschutz wirklich greift. Bei der Grundimmunisierung ist der vollständige Impfschutz nach etwa zwei Wochen erreicht. Erst dann hat der Körper genügend Abwehrkräfte gebildet.

Impfschema

 8. bis 9. Woche                       1. Katzenseuche/Katzenschnupfen

12. Woche                             2. Katzenseuche/Katzenschnupfen

ab 14. Woche                                                   Tollwut

ab 16. Woche                                 1. Leukose, evtl. 1. FIP

3 Wochen später                              2. Leukose, evtl. 2. FIP

Auffrischungen

 jährlich                               Katzenschnupfen, Tollwut, Leukose

alle 1 bis 2 Jahre                                         Katzenseuche

 Aber auch von Parasiten können Katzen befallen werden. Es gibt einige wirksame Mittel zur Prophylaxe gegen verschiedene Außenparasiten, doch auch diese gewähren keinen hundertprozentigen Schutz.

Es gibt zwei Gruppen von Parasiten: Außenparasiten (Ektoparasiten) und Innenparasiten (Endoparasiten). Außenparasiten sind Parasiten, die nicht in den Organismus ihres Wirtes eindringen, sondern sich auf ihm aufhalten. Diese Parasiten sind Überträger verschiedener Krankheiten. Die winzigen Einstichstellen, die durch das saugen des Blutes entstehen, bieten anderen Krankheitskeimen die Möglichkeit in den Organismus der Katze einzudringen.

 

 

Außenparasiten

Flöhe

Katzenflöhe werden ca. 3 mm lang und können mit bloßem Auge erkannt werden. Charakteristisch ist der Kot, der aus kleinen schwarzen Kügelchen, teils auch länglich, besteht. Die Flöhe sind für die Katzen und auch für Sie mehr als lästig. Sie können Krankheitserreger übertragen, die Einstichstellen können sich infizieren und Katzen und Menschen können gegen den übertragenen Speichel allergisch reagieren. Das offensichtlichste und lästigste Symptom ist ein starker Juckreiz. Ein Flohbefall muss bekämpft werden. Bevor Sie irgend ein Mittel kaufen, sollten Sie Ihren Tierarzt um Rat fragen, denn es gibt heute eine Vielzahl an Mitteln, die die Erreger und ihre Eier, Larven und Puppen beseitigen.

Milben

Am häufigsten werden Katzen von Ohrmilben befallen, die direkt von Tier zu Tier übertragen werden. Ein Befall führt zu starkem Juckreiz und es kann zu schweren Infektionen kommen. Milben vermehren sich sehr schnell und scheiden im Gehörgang ihren Kot aus und legen dort ihre Eier hinein. Der Kot ist eine gute Grundlage für weitere Krankheitserreger und Pilze. Ein Befall ist leicht zu erkennen an schlechtem Geruch aus den Ohren und einer dunklen Verfärbung des äußeren Gehörgangs. Gehen Sie mit Ihrer Katze zum Tierarzt.

Zecken

Der Gemeine Holzbock ist bei uns die häufigste Zeckenart. Er sitzt im Unterholz oder auf Pflanzen und lässt sich auf ein vorbeikommendes Tier fallen. Zecken entwickeln sich über verschiedene Stadien, in denen Blut gesaugt wird.  Ein "leeres" Tier ist nur wenige Millimeter lang; eine vollgesaugte Zecke erreicht Maiskorn- bis Bohnengröße. Zecken sollten möglichst schnell entfernt werden, da sie gefährliche Krankheiten übertragen können. Greifen Sie mit einer speziellen Zeckenzange die Zecke direkt hinter dem Kopf, mit dem sie sich komplett in der Haut ihres Wirtes verankert, und drehen sie vorsichtig heraus. Sollte der Kopf abreißen, suchen Sie Ihren Tierarzt auf, der dann die Zecke vollständig entfernt um Infektionen zu vermeiden.

 

 

Innenparasiten

Bandwürmer

Der häufigsten Bandwurm bei Katzen ist der Katzenbandwurm, der eine Länge von über einem halben Meter erreichen kann. Eine Infektion erfolgt über Mäuse, die sich ihrerseits an Katzenkot, der Bandwurmeier oder ausgeschiedene Bandwurmglieder enthielt, infiziert habe. Ausgeschiedene Glieder  sind ca. reiskorngroß und könne am After der Katze mit bloßem Auge gesehen werden. Mit einer Wurmkur wird ein Befall schnell unter Kontrolle gebracht. Eine Infektion des Menschen ist selten, aber gefährdet sind kleine Kinder, die beim Spielen am Boden mit infiziertem Kot in Berührung kommen können.

Spulwürmer (Rundwürmer)

Spulwürmer gehören ebenfalls zu den häufigsten Innenparasiten der Katze. Die Katze kann sich an Mäusen, am Kot infizierter Katzen oder an rohem infiziertem Fleisch anstecken. Ein Befall ist nicht bedrohlich, doch für junge und/oder geschwächte Katzen kann ein übermäßiger Befall lebensbedrohlich werden. Die Würmer sitzen im Dünndarm der Katze und entziehen dem dort antreffenden Nährbrei die Nährstoffe, so dass die Katze nicht mehr genügend für sich hat. Vermehren sich die Würmer übermäßig, kann es zu einem Darmverschluss führen. Eine Übertragung über den Kot der Katzen auf den Menschen ist möglich, aber mehr unangenehm als gefährlich. Wird kein akuter Befall festgestellt, genügen die vierteljährlichen Wurmkuren als Prophylaxe.